50 Shades of Gähn

Die Filmpremiere vom wievielten Teil von „5o Shades of Grey“ war vorige Woche? Anyway, egal.

Das Buch und die Geschichte der jungen Anastasia, die den faszinierenden Millionär Grey kennenlernt und von ihm hin und wieder eins über den Hintern gezogen bekommt, hat Millionen von Menschen in den Bann gezogen.

Sie pilgern in die Kinos, in Frauengruppen, aufgeregt und mit roten Wangen, um einen Hauch von Unterwerfung und wildem Sex zu sehen. Erotik, Sadomaso, weisch!

Echt jetzt?

Zugegeben, das Buch liest sich flockig. Naives Mädchen trifft supergeil aussehenden Megabonzen, der sie vergöttert und nach Strich und Faden verwöhnt. Der aber auch ein Arschloch ist, weil unterkühlt und komisch, aber der einen riesen Penis hat. Und dazu kommen noch die wunderschönen Millionen die sein Bankkonto schmücken.

Dann kommt die Erotik dazu. Sie bumsen ja voll. Anastasia hatte vor ihm noch nie einen Mann, weil eben naiv,  aber sie hat gleich beim ersten Mal multiple Orgasmen. Und nach 67 Seiten schon etwa 154 Orgasmen. Sie holt also tüchtig auf, die Gute. Habe ich Orgasmen geschrieben? Sorry, im Buch steht ja immer, sie fand endlich Erlösung. (Ausserdem hält sie immer Dialog mit ihrer „inneren Göttin“, die in ihr gefangen scheint. Innere Göttin – ich möchte mich übergeben!)

Und dann das Sadomaso Zeugs. Er fitzt ihr nämlich mit der Peitsche über den Arsch. Voll. In einem speziellen Zimmer. Mit verbundenen Augen, uiuuiuiui!!

Kein Bondage, kein Andreaskreuz, kein Latex, kein Knebel, keine Klemmen, kein Käfig. Sadomaso light also. Verruchte Erotik für alle. Huuuch!

Die Leserinnen und Kinobesucherinnen schmelzen dahin und wollen auch so einen Mr Grey. Der notabene ein Controllfreak ist, ein schlechtgelaunter Arsch, der Anastasia vorschreibt, was sie essen und was sie tragen soll. (Er schickt ihr tatsächlich ein Kleid zum Anziehen, wie gemein ist das denn?!)

Ein Typ, der sagt, er glaube nicht an Liebe, sondern an Macht. Der das arme 18jährige Mädchen einen Vertrag unterschreiben lässt, was sie zu tun und zu lassen hat und ihr den Hintern versohlt. Aber verdammt gut aussieht, mit dem Helikopter zum Date kommt und einen  großen Penis hat. Ja, ich habs schon mal gesagt, aber man kann das nicht oft genug wiederholen.

So. Und das ist jetzt die neu erwachte Erotik? Das ist es, was Frauen weltweit wollen?

Millionen können nicht irren. Es liegt an mir. Irgendetwas stimmt mit mir nicht. Ich hab nur das erste Buch geschafft, sorry. Keinen einzigen Film, kein weiteres Buch. Es langweilt mich zu Tode.

Aber ich wünsche allen, die es erregt, viel Spass im Kino mit 50 Shades of irgendwas. Taschentücher bitte nicht vergessen. Zum Weinen.

xoxo Grace2

3 Kommentare zu „50 Shades of Gähn

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