Weihnachtsessen

Hach, wie war es schön, das Fest der Liebe! Jedes Jahr kommt man zusammen, mit Geschenken bepackt oder auch nicht, und setzt sich gemeinsam an die grosse Tafel.

Die einen haben ein ausgeklügeltes Festtagsmenü zusammengestallt, andere bevorzugen ein unaufwändiges Essen, um Stress an Weihnachten zu vermeiden. Wieder andere lösen den Festschmaus so, dass jeder etwas dazu beiträgt.

So hat auch meine Schwiegermutter zu sich nach Hause eingeladen, um am heiligen Abend im kleinen Kreis der Familie zu feiern. Es gab Fisch, gebacken oder natur mit Kartoffelsalat oder Petersilkartoffeln, ganz nach belieben. Für gewöhnlich kocht sie selbst, nur dieses Mal ließ sie ihr benachbartes Lieblingslokal die Arbeit übernehmen. Als Nachspeise gab es Erdbeerschnitten oder (für mich und) Eismarillenknödel. Alles in allem war es recht lecker, obwohl ich eigentlich kein Fischesser bin 😀

Dann habe ich gestern zufällig beim Warten auf der Straße ein Gespräch zweier Mädchen mitbekommen. Die eine wünschte sich innigst Raclette zum Weihnachtsfest, aber das würde es Zuhause nicht geben, weil ihre Schwester (die doofe Kuh) seit 6 Monaten vegan sei. Die Mutter bestand darauf, dass die Einheit der Familie auch auf den Tellern ersichtlich bleibt und darum gibt’s nun das vegane Menü für alle. Eine totale Enttäuschung. Und alles nur wegen dem Veganfurz der Schwester!

Und schliesslich gibt es noch die Story von diesem Pärchen, das bei einem anderen eingeladen war, und nach der Vorspeise sollten die Gäste dann auch das Dessert mitbringen, und 7 Telefonate später auch bitte noch das Fleisch. Worauf die Party geplatzt war.

Wenn das Weihnachtsfest noch VOR dem Fest aus dem Ruder läuft, weil man sich mit dem Essen nicht arrangieren kann, läuft wirklich etwas entschieden falsch!

Wisst ihr alle noch, was wir feiern? Nicht alle können mit der Geburt Jesu etwas anfangen. Aber mit Nächstenliebe, das sagt uns hoffentlich allen etwas. Wir feiern das Fest der Liebe, des Zusammenseins. Wir feiern das Fest der Menschlichkeit und der Nähe.

Natürlich verleiht man dem Ausdruck, indem man sich besonders Mühe mit einem schönen Essen gibt. Aber es ist nicht wichtig. Wichtig sind die Menschen, wichtig ist die Familie, ob blutsverwandt oder gewählt. Und diese Menschen sind manchmal kompliziert, aber liebenswert.

Auch vegan. Und laktosefrei. Und ohne Gluten.

xoxo Grace2

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